Nein, das ist keine plumpe Persiflage auf das Gendern. In dem Artikel von Manon Garcia über guten Sex und die Empfehlungen des unvermeidlichen Immanuel Kant dazu werden die Doppelpunkte ordentlich gesetzt, so auch »ein:e Arbeitnehmer:in« und eben »die Menschlichkeit des:r Arbeitnehmers:in«
Frage: Wie spricht man das aus? »Ein (Glottisschlag) e Arbeitnehmer (Glottisschlag) in«?
Muss man sagen: »die Menschlichkeit des ( Glottisschlag) rr Arbeitnehmers (Glottisschlag) in«?
An anderer Stelle über I. Kant bin ich (mal wieder) über dieses Eigenleben der sich selbsterfüllenden Prophezeiung gestoßen. Und von da über alte Menschen wie mich, die damals in Zeiten der jungfräulichen Unvoreingenommenheit noch nie vom generischen Maskulinum gehört hatten und bei Anwendung desselben (huch) auch niemand irgendetwas von Diskriminierung gespürt hatte.
Dann kam die Idee des Genderns auf. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung mag nicht gewollt gewesen sein, aber könnte es nicht sein, dass die Diskriminierung erst ab da in die Hirne der Leute einzog?
Wie auch immer, wer eine Idee hat, wie man »des:r Arbeitnehmers:in« aussprechen muss, um nicht das Unwohlgefallen der Genderstreiter:innen auf sich zu ziehen, möge sich bitte melden.
Den Artikel von Frau Manon Garcia fand ich übrigens, abgesehen von ein paar Doppelpünktchen, recht erhellend.
