12. Wie der Mehlsack durch die Fahrprüfung fiel

12. Wie der Mehlsack durch die Fahrprüfung fiel

Aus dem Mehlsack rieselte es. Rechts unten, da, wo die Naht die Bohlen der Wohnstube berührte, hatte sich eine Handvoll Mehl angehäuft. »Mehlsack!«, hatte der Bauer Ferdi noch gerufen, »deine Leckage wird dir bei der Fahrprüfung zum Verhängnis werden. Denk daran, der Fahrlehrer Kuno, der auch der Traumatische genannt wird, kennt kein Pardon, wenn es … Weiterlesen 12. Wie der Mehlsack durch die Fahrprüfung fiel

11. Der Felsenvorspung, der rückwärts zählen konnte

11. Der Felsenvorspung, der rückwärts zählen konnte

Ihr Streit dauerte bereits drei Wochen. Die Stereoboxen im Wohnzimmer des Pastors Eckerle konnten das Keifen einfach nicht lassen. Kaum hatte die eine einen Ton herausgeorgelt, pfefferte die andere eine Antwort, die die Ohren der nicht anwesenden Pastorentochter Emilia hätte glühen lassen vor Scham. Selbst draußen vor dem Haus nahmen Passanten das Gemetzel der Zwillingsboxen … Weiterlesen 11. Der Felsenvorspung, der rückwärts zählen konnte

10. Ein Brataal für das Himmelreich

10. Ein Brataal für das Himmelreich

Monotone Gebete, aus allen vier Ecken der Sankt-Hades-Kapelle hervorwispernd, überdeckt von der kräftigen Damenbass-Stimme der Nonne Eugenie: Die Messe zu Ehren der Großnichte des schamlippigen Fischers Geroldson war im vollen Gang, als die Tür aufgerissen wurde und der Berittmeister der Großnichte hereinstolzierte, den Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr im Schlepptau. Furchtsames Erwarten schloss die Münder, und … Weiterlesen 10. Ein Brataal für das Himmelreich

Losland Varel – eine Farce?

Das Projekt Losland Varel (in Form einer Bürgerrats) hatte sich zur Aufgabe gestellt, die Situation der Veranstaltungsräume in Varel zu überdenken und Vorschläge zur künftigen (»enkeltauglichen«) Gestaltung zu unterbreiten. Verkürzt gesagt ging es um den Erhalt oder den Abriss des Tivoli. Wer die Diskussion darüber auch nur nebenbei verfolgt hatte, musste sich verwundert die Augen … Weiterlesen Losland Varel – eine Farce?

9. Das Schreibwarengeschäft am Ufer des Kokomambo

9. Das Schreibwarengeschäft am Ufer des Kokomambo

Im Jahr 1872 wanderte die Familie Schnepfle aus, um ihr Glück in der Ferne zu suchen. Vater Rupert, Mutter Bertha, Tochter Eliane, 8 Jahre alt, Sohn Gerhard, 6 Jahre. Sie überquerten den Ozean, reisten zu Lande weiter, stiegen auf ein Dampfboot, schipperten den Kokomambo hoch und siedelten an einer seichten Uferstelle. Vater Schnepfle hielt sich … Weiterlesen 9. Das Schreibwarengeschäft am Ufer des Kokomambo

8. Die Ratte Riebesehl mit dem Höcker

8. Die Ratte Riebesehl mit dem Höcker

Auf das Knochenwerfen war die Ratte Riebesehl zufällig gekommen. Freilich, ganz abwegig war der Gedanke nicht, denn überall in den Kanälen, wo die Ratten ihre Tanzvergnügen abhielten, klapperten abgenagte Knochen, und mürbes Gebein lag kreuz und quer auf dem Parkett. Wer darauf trat, brach sich die Beine wie seinerzeit das Tangopaar Emil und Marietta, die … Weiterlesen 8. Die Ratte Riebesehl mit dem Höcker

7. Die Laubsäge, deren Geburtstag ins Klo fiel

7. Die Laubsäge, deren Geburtstag ins Klo fiel

Die Laubsäge aus der Preppergasse Numero 17 hatte vom Briefträger Emanuel den Auftrag bekommen, einen filigranen Kerzenständer aus dem Sperrholz zu sägen. Diesen wollte der Briefträger in Geschenkseide einwickeln, einen Adresszettel draufkleben und dann mit unschuldiger Miene der Laubsäge zustellen. »Guck an«, wollte Emanuel verwundert ausrufen, »was für ein hübsches Päckchen. Das riecht mir doch … Weiterlesen 7. Die Laubsäge, deren Geburtstag ins Klo fiel

Sommerzeitliches aus der NWZ-Suppe

Über den schwarzen Kanal des Will, Alexander, sich zu erbrechen gilt mittlerweile als ermüdendes Ritual recht- (nicht rechts)schaffender Bürger. Auf der anderen Seite poppen zuverlässig die Claqueure auf, angezogen von den Spucknäpfen der Jubelrechten. Da fehlt aber noch ein Geklecker an Populismus, so zwischen Mitte und ganz rechts, und siehe, es kam der Herr Sommer, … Weiterlesen Sommerzeitliches aus der NWZ-Suppe