Verpasste Lebensläufe (6)

POESIE!! Kapitel 6 meiner Lebensrallye muss als Intermezzo betrachtet werden. Obwohl ich ernsthafte und rechtschaffene Absichten verfolgte, um eine seriöse berufliche Bahn einzuschlagen. Die Idee, mich als Werbetexter zu etablieren, kam mir nach einer durchsoffenen Nacht. Morgens gegen 13 Uhr - heiße Suppentropfen von des Direktors Gnaden plitscherten von der Decke - entdeckte ich auf … Weiterlesen Verpasste Lebensläufe (6)

Land contra Stadt – 4

Fortsetzung der Vergleichsstudie zwischen Land- und Stadtleben. Der Berliner dient wie gehabt als Prototyp des Großstädters. Tiere. Die vielfältige Tierpopulation im friesischen Matschland gilt weltweit als einzigartig. Im Watt lauert der Wurm, und auf der Weide grübelt die Kuh. Als sei das nicht genug, huscht eine Rotte Stallfliegen auf den Rhabarberkuchen. Wird der Buchstabe M … Weiterlesen Land contra Stadt – 4

Land contra Stadt – 3

Weiter gehts mit dem Bewertungsportal zum Thema Landleben contra Großstadtleben, wobei Berlin als Stellvertreter für alle Großstädte herhalten muss. Der Gummistiefel. Dass der Gummistiefel als Symbol für Überlebenswille steht, für feine Geruchsexhalation und lebenskluge Nutzung bis in den Sarg hinein, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Doch das fußhändische Friesenjuwel dient auch als Ersatz für die aparten … Weiterlesen Land contra Stadt – 3

Land contra Stadt – 2

Fortsetzung meines Qualitätsvergleichs zwischen dem Leben im friesischen Matschparadies und dem im Berliner Bauruinengemurxe, wobei ich Berlin allgemein für das Großstadtleben setze. Tee. Einen heißen friesischen Tee mit Kluntje und einem Wölkchen Sahne zu schlürfen heißt, die Pforten des Himmelreichs zu öffnen und einzutauchen in Wonnebäder, Lebensglanz, Liebesschauer, blühende Landschaften und dauerbrennende Orgasmen, die 72 … Weiterlesen Land contra Stadt – 2

Verpasste Lebensläufe (5 c)

Sieben Stationen auf dem Weg zum Wohlstand Noch aber wurde ich in meinem Kellerloch eingestaubt, noch blieb die vage Aussicht auf Abschluss des Studiums, irgendwann in einem vermutlich anderen Leben. Noch lag ich in dem ebenerdigen Fenster, ließ mir Schotterbrocken ins Gesicht schleudern, leckte an der Tapete, wo die Suppe meines Vermieters Bultmann, der "Direktor", … Weiterlesen Verpasste Lebensläufe (5 c)

Land contra Stadt – 1

Meine mir selbst gestellte Aufgabe: Dem norddeutschen Matsch- und Nebelland gute Seiten abgewinnen. Zum Vergleich ziehe ich die ärmliche Lage des Berliners heran, stellvertretend für alle Großstadtmiseren. Nebel: Gern irrt der Friese im Nebel herum. Weil es mehr Spaß macht, als sich einen rostigen Nagel durch das Trommelfell zu jagen. Durch den Nebel kannst du … Weiterlesen Land contra Stadt – 1

Verpasste Lebensläufe (5 a)

Der 13er "Gib mir mal den 13er." Eine ölverschmierte Hand streckte sich unter dem aufgebockten Daimler 180 D hervor. Ich hatte das Klappfenster meiner Studentenbude aufgesperrt und blickte direkt auf die Hand, die den 13er erwartete. Mit direkt meine ich direkt im Sinne von höhengleich. Meine Bude lag im Kellergeschoss des Hauses. Wenn Wind aufkam … Weiterlesen Verpasste Lebensläufe (5 a)

Verpasste Lebensläufe (4)

TÜDDI TÜDDI Mit dem Lehrerdasein kam ich nicht zurecht. Meine Lehrerlaufbahn begann mit der Aufnahme des Pädagogikstudiums und endete nach zwei Semestern. Wenn man angehende Lehramtsstudierende fragt, warum sie unbedingt Lehrer werden wollen, sagen sie: "Weil ich es besser machen will." Zunächst werden angehende Lehramtsstudierende bei Aufnahmegesprächen gefragt, was sie am Unterricht in ihrer Schulzeit … Weiterlesen Verpasste Lebensläufe (4)

Verpasste Lebensläufe (3)

Schuld "Von Kunst kann man nicht leben." An mich waren Vaters Worte adressiert. Kurz danach brach sein Auge. Alle am Sterbebett wandten sich mir zu, eine Phalanx der Anklage: Mutter, Tante Almut, Fremdfrau und Palastdame Elfriede, die zum Sterbegucken aus Hildesheim angereist war, meine Schwester (deren Name wie Schall und Rauch ... halt, da fliegt … Weiterlesen Verpasste Lebensläufe (3)