Blubo-Musik

Wie ich just lese, erregt sich die AfD Brandenburg in ihrem Programm über die untergärige Umvolkung in Kultur und Kunst: »Wenn große Orchester nicht mehr ohne ausländische Instrumentalisten auskommen, ist das ein Armutszeugnis für unsere eigene Musikerziehung.« Gegen diesem Missstand haben die Blubo-Freunde (Adorno: für Blut- und Bodenfreunde) ein probates Allheilmittel: Ausländer raus, Remigration.

Der Gedanke schreit nach Vertiefung: Wird unsere identitäre Musik nicht durch das Abspielen fremdländischer Kompositionen unterhöhlt, was sage ich, indoktriniert mit Klanggeschredder, welches dem Arier in den Ohren klingelt wie schmieriges Rassengetön ohne Marsch und Martialität?

Als Konsequenz bleibt nur die Streichung bzw. Eliminierung fremdländischer Noten sowie die Bereinigung der Konzertprogramme. Was hat ein Giuseppe Verdi auf deutscher Konzertbühne zu suchen? (Nur mal so als Beispiel). Da sei der Blubo vor.

Weiter: Hat sich jemand ernsthaft (und mit Grausen) vor Augen geführt, wie Instrumente fremder Herkunft unsere Orchesterinstrumente bedrängen, ihre heimatlich-innige Schar durchsoßen? Längst hat sich das Saxophon in die Orchester eingenistet, erfunden von einem Franzos! (Nur ein Beispiel von vielen).

Genug, genug. Es heißt, Einhalt zu gebieten. Einzig unseren Blubo-Freunden von der AfD ist zuzutrauen, was dem Ampel-Gehampel nie und nimmerlich gelingen wird.

Zurück zur Knochenflöte, zur Zupfleier und den aus Bronze gehämmerten Luren!

Zurück zu Sprechgesang und Kampfgebrüll!

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