Die Kunstdarbietungen der Flo Holzinger haben noch reichlich Luft nach oben, sich zierende Bescheidenheit wirkt eitel. Hier einige Anregungen, die die Kunst der Holzinger über sich hinauszutragen vermag:
– Neben dem Urinbecken mit den Insassen (nackt, weiblich) macht sich ein Haifischbecken gut, in dem nackte menstruierende Schwimmerinnen plantschen (Kunst pur).
– Von Hochtrapezen springen sich zwei Artistinnen (nackt) entgegen, deren Augen mit gebrauchten Binden (!) verbunden sind. Feminismus zu Ende gedacht.
– Zwei Clowns (weiblich, nackt): Die eine steckt der anderen eine Gurke in die Scheide. Angeschmiert: Die Gurke ist gar kein Penis. Lachen bis zum Orgasmus. Und Kunst in edler Anmutung.
– Eine Menschenpyramide: Dreißig nackte Frauen übereinander, deren Ausscheidungen von oben nach unten sich vermischen und die unterste Reihe unter sich begräbt. Eine feinsinnige Parabel des Machtgefälles, welches auch unter Frauen (nackt) sich »abdingt« (Adorno).
– Kunstdarstellende (nackt) springen durch einen Feuerring. Die Künstlerinnen dürfen sich vorher keine Intimrasur verpasst haben. Schmerz und Kunst: Das muss zusammengedacht werden.
Damit vorläufig genug der Anregungen. Nix für ungut.
