Tschapke in der NWZone

 

Zur Krawalltruppe (siehe Bello…) im Oldenburger NWZ-Hauptquartier gesellt sich gern auch der Kulturedakteur und -leiter Reinhard Tschapke, dem, wenn ihm der Hintern juckt, vorne der Schaum aus den Beißerchen quillt mit gleichem Quantum wie bei seinem Kollegen Alexander Will, dem »Bello« vom Dienst (siehe Bello…). Da wird dann gepoltert und ironisch gesüffelt und jedes Maß an intellektueller Redlichkeit vergeigt.

Beispiel: die Tirade auf den Oldenburger Bürgermeister und Kulturdezernenten, dem der Tschapke mit all seiner aufzubringenden Heißblütigkeit die Leviten liest, den Leser aber im Unklaren lässt, worum es denn nun eigentlich genau geht, warum die Kulturpolitik so unterirdisch ist, keine Vorfälle, keine konkreten Versäumnisse, nur Radikalbeschimpfung und Niedermetzelung, da wüsste ich in Varel doch gern mal, was sich der Kulturbürgermeister im einzelnen zuschulden hat kommen lassen, aber nix, das Tschapke rabaukt und tobt über die kulturboldige Unfähigkeit des Bürgermeisters, ist aber eh egal, denn die Schmähorgie befriedigt wieder mal die niederen Instinkte der Wutleser im Oldenburger Tiefdumpfgebiet, und danach hats die übliche Leserbriefkanonade, wir kennen die schon beim Will, Alexander, und der Chefredakteur reibt sich die Hände, die Auflage des Blättles steigt, Scheiß auf redaktionell saubere Artikel.

Was sagen eigentlich die Oldenburger Intellektuellen dazu ? Die wanzen sich an die NWZ ran, unterfüttern das unwürdige Gezeter mit dem Dünger eigener Injurien.

Beispiel: Fernsehbashing des medial um sich schnappenden Tschapke. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen? Alles Kacke, meint der Kulturfidi sinngemäß, alles seicht, alles dumpf, erbärmlich, fade, krude, langweilig und was Tschapke noch für Invektiven aus dem Synonymlexikon herausschreibt. Die Tatorte? Allesamt grauenhaft. Die Talkshows? »Definitiv die seichtesten aller Seichtgebiete«. Das Öffentlich-Rechtliche? Ein Verdummungspool für die, die eh schon arm im Geiste sind.

Was guckt der Oldenburger Kulturdiktator Tschapke also, wenn er den Fernseh anknipst? Tatorte, Tatorte, Tatorte, Talkshows, Talkshows, Talkshows, Kochsendungen und besonders gern die sonntäglichen Schmanzonetten (Inga Lindström, Pilcher usw.).

Zur Abwechslung hier eine kleine Auswahl der Sendungen, die der NWZ-Kulturverantwortliche nicht anguckt:
heute journal, Tagesschau, heute-show, Opern- und Schauspielübertragungen, Jazzkonzerte, Doku-Reihen über die verschiedensten Themen, Kabarettsendungen (Nuhr, Anstalt, Mann Sieber …), Titel Thesen Temperamente, Literaturberichte und -kritiken, Reisebilder, Tiersendungen, Gesundheitsmagazine, Kunst- und Kultursendungen, politische Magazine, Recherchen, Wissenschaftssendungen (Leschs Kosmos u. a.), Scobel, Precht, Wirtschaftsmagazine, na, ich hör erstmal auf.

Ist schon klar geworden: Tschapke unterliegt offensichtlich einem Verblödungszwang. Es ist ihm nicht gegeben, Vielfalt wahrzunehmen, weil, da müsste er womöglich seine Hirnbrösel zusammenkehren und rausquetschen, was da vielleicht noch auf Erweckung harrt: Intellekt.

Gut, es geht ja gar nicht um Intellekt. Es geht Auflagensteigerung qua Aufwiegelung. Ach, das hatten wir schon, pardon.

Frage: Wie weit muss jemand heruntergekommen sein, der Fußball als letztes Refugium intellektuellen Anspruchs ausgibt?
Antwort der Herrn Reinhard Tschapke: »Nur die letzten Dramen, die sich in der Glotze abspielen, sind noch sehenswert. Und die finden auf dem Fußballplatz statt.«

Moin

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