Die NWZ in Gestalt ihres Ablegers Friebo (Friesländer Bote) hat die Kolumne Heinzis Zeigefinger beendet. Der Autor, das bin ich, wurde aus dem Team der redaktionellen Mitarbeiter gefeuert. Der Dezemberbeitrag »Vorratshaltung« war somit meine Abschlussvorstellung als Friebo-Kolumnist.
Die Gründe sind nachvollziehbar: Als (teilweise polemischer) Kritiker der NWZ macht man mich inzwischen als Nestbeschmutzer aus. Allerdings: Es steht eine Entwicklung dahinter.
Ursprünglich war der Friebo unabhängig. Als Robert Allmers die Zeitung übernahm wurde die Eigenständigkeit des Friebo nicht angetastet, obwohl es eine Tendenz in der Redaktion gab, die ich spöttisch als SPD-Jubelkampagne bezeichnete. Mit der Übernahme des Friebo durch die NWZ wurde immer noch von der Bestandsgarantie gemunkelt, aber sehr bald zeigte die NWZ, worauf es ihr ankam, und ich sah mich plötzlich in einer eigenartigen Situation wieder: Als Kritiker des Geschäftsgebarens der NWZ schrieb ich ungewollt für die NWZ. Mit jedem Artikel wurde es mir schwerer, und deshalb weine ich jetzt keine Träne über meiner Rauswurf nach, da ich meinen Abschied vom Friebo innerlich schon vollzogen hatte.
Siehe auch meinen Artikel: Im Würgegriff der NWZ
Hajo aka Heinzi (oder umgedreht)

Schade, ich bin 1 – 2 x im Jahr in Dangast, lese immer den Friebo bis zur letzten Seite, habe mich beim letzten Urlaub Mitte Juli gewundert, dass Ihr Beitrag fehlte. Bin nun beim googeln auf Ihre Info gestoßen. Schade, dass gute Satire in der heutigen Zeit immer weniger stattfindet und wenig Raum bekommt. Hoffe, Ihre Gedanken bleiben weiterhin frei und Sie können Sie an anderer Stelle loswerden.
Herzliche Grüße aus dem Ruhrpott
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Vielen Dank. Ich hatte allerdings aufgrund der merkwürdigen Atmosphäre ringsum zuletzt schon das Gefühl, dass ich mit meinen Beiträgen nicht mehr richtig lag. Satire wird, dies ist auch meine Erfahrung, immer schwieriger.
Inzwischen schreibe ich wieder mehr Nonsens-Zeug, außerdem bin ich auch wieder beim Eulenspiegel dabei.
Beste Grüße
Hajo
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