Silberbart-Silberling

Möglicherweise ist dem einen oder auch anderen bekannt, dass ich als Gitarrist in der – ja was für ein Stil war das da? – also in der Heavy-Metal-Deutschrock-Independent-Noiserock-Progressive-Band Silberbart tätig war, insbesondere im Jahr der Wende 1970 (Wende zu 1971) und nicht ganz selten im Kurhaus Dangast, Konzerte, die als legendär verschrien waren.
Kann man viel darüber schreiben. Retraumatisierungen liegen mir nicht so, schon gar nicht nach dem Muster: Damals war das noch richtiger Rock, nicht das Gewimmer und Gewinsel der heutigen Pop-Bubies (doch doch, da ist schon was dran, aber nölen bringts nicht).
Tipp: Silberbart googeln. Dann wird’s schon.
Zur einzigen LP, die wir damals aufnahmen, gesellten sich im Laufe der Dekaden etliche Raub-LPs als auch -CDs.
Das war nicht fein. Nicht umsonst spricht man von Raubkopien, Schwerpunkt auf Raub, Räuberei, Wegelagerei, das sei hiermit herausgestellt für die, die es immer noch nicht auf der Hacke haben.
Just heut konnte ich ein weiteres Exemplar schändlichen Diebstahls in meine Wutschatulle (nicht Wutsch-Atulle, was sollte das auch, sondern Wut-Schatulle) eintüten. Es handelt sich um eine Kompilations-CD von 2012, »Doom-Rock-Compilation 67-79, Vol. 8« aus dem fernen Spanienland. Wer sich das antun will, der kann hier klicken:

http://sonidos-primitivos1.blogspot.de/2012/05/

Für Leute, die noch einmal einen Blick auf unseren damaligen Schlagwerker Peter Behrens und seine Kunst des Knüppelschlagens & Beckenzertrümmerns werfen wollen, lohnt es sich allemal. Dem ist die Ekstase ins Gesicht gefallen (auf dem Foto auf der Kompilation) und zeigt ihn bei einem Konzert im heimatlichen Allee-Hotel in Varel. Der Titel »God« kann angewählt werden, na ja, wer kann sich heutzutage schon über 10 Minuten lang psychotisches Krrrkrkkrkk anhören. Aber was immer man dazu mosert, die Noise-Band Sonic Youth ist ein Darmwind dagegen.

So!

Silberbart 3
(Foto: Ulrike Hinck)

 

Kurhaus Dangast also. 1970. Karl-August Tapken, sein Langmut und sein Kuchen. Wer meine Beiträge zu dem angeblichen Fischer- und Künstlerdorf Dangast und seinem Pseudoflair gelesen hat, dabei missbilligend seine Rotz auf den Monitor geflapst hat und von Mordgelüsten gepiesackt wurde: Der sollte sich zumindest jetzt mal fragen, ob mir nicht ein bisschen mehr Hintergrundwissen in die besagte Schatulle gesteckt wurde über die 47 Jahre des Lebens mit und oft im Kurhaus.

Moin

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s