„Kleines Format 2020“

Kunstraum Varel - Digitale Galerie Kuh #1 ( H. Teschner) Bis Ende Dezember bietet der Kunstraum Varel die digitale Möglichkeit, Werke ansässiger Künstler kennenzulernen oder auch zu erwerben. Unter dem Motto "Kleines Format 2020" stellen virtuell aus: Martina Hanfeld - Erika Wagner - Norbert Friebe - Johannes Hemmen - Dieter Mach - Hajo Teschner https://kunstraum-dangast.jimdofree.com/digitale-galerie-kleines-format-2020/Weiterlesen „Kleines Format 2020“

Gulasch – oder: Der Senf des Lebens

Gulasch – oder: Der Senf des Lebens

»Über den Senf des Lebens«: Dieser Titel fiel mir sofort ins Auge, und ich vermutete dahinter ein ironisch-gewürztes Traktat über die Abgründe unseres Waltens. Leider eine optische Täuschung. Denn die mit opulenten Jugendstilranken verschnörkelten Buchstaben entfalteten das Wort Sinn statt Senf, und ich war um eine Enttäuschung reicher. Gleichwohl bohrte sich ein Stachel in meinen … Weiterlesen Gulasch – oder: Der Senf des Lebens

Wasserstoffblondierung

Wasserstoffblondierung

Eine extrem auf Blond gefärbte Frau, nehmen wir Marilyn Monroe, bezeichnen wir als wasserstoffblondiert. Ich weiß nicht, wie häufig heute noch Wasserstoff zum Blondieren der Haare verwendet wird, wo Wasserstoff doch eine wertvolle Ressource für die mit Wasserstoff angetriebenen Autos ist, welche aber in Wirklichkeit E-Autos sind, nur dass sie mit einer Technik angetrieben werden, … Weiterlesen Wasserstoffblondierung

Vulnerabel

Vulnerabel

Tabea, die Tochter von Kuscheltherapeutin Susanne, hat ein neues Wort aufgeschnappt. Vulnerabel. Wie bekannt leidet Tabea unter der Missachtung ihrer Hochbegabung gepaart mit Hypersensibilität, eine explosive Mischung in der häuslichen Beinahe-Quarantäne. Wo sie das Wort herhat, frage ich. Susanne schüttelt ihre 7-Tage-Frisur, was ich aber nicht sehen kann, da wir nicht skypen, sondern altbacken telefonieren. … Weiterlesen Vulnerabel

Icke – wa – nix

Icke – wa – nix

Mitunter lässt sich der Zusammenprall unverträglicher Charaktere schwer vermeiden. Mit einer hohen Trefferquote können dabei familiäre Treffen aufwarten. Einer meiner Lieblingshass-Subjekte, ein durch Berlin schreddernder Neffe zweifelhaften Grades namens René, schlägt zweimal im Jahr bei uns auf und besudelt die Familie mit Besserwissersprüchen und Großstadtgetue, wobei er uns mit jedem »Icke« und »wa« fühlen lässt, … Weiterlesen Icke – wa – nix

Rettet den Brokkoli

Rettet den Brokkoli

»Rettet den Brokkoli!« Las ich neulich in dem Gartenmagazin ›Kraut & Rüben‹. Meine speziell anmutenden Lesegewohnheiten mögen verwundern, aber derlei endkrasse Fanzine liegen allenthalben bei uns im Haus herum, und wenn ich nicht im Vorübergehen einen Blick hineinwerfe und eine Überschrift oder ein ökologisches Sturmsignal (»Rettet den Brokkoli!«) daraus skandiere, könnte der Hausfrieden brüchig werden, … Weiterlesen Rettet den Brokkoli

QWERTZ

QWERTZ

Was hat der Bandwagon-Effekt mit der E-Mobilität zu tun? »Und was hat der Storch mit dem Kinderkriegen zu tun?«, funkt Kollege Klöpper dazwischen, bevor ich auch nur ansatzweise eine nähere Erläuterung geben kann. Die hiermit nachgereicht sei. Zunächst: Den Namen Bandwagon-Effekt kann man verlustfrei durch Mitläufereffekt ersetzen. Aha, es hebt sich der Schleier, und das … Weiterlesen QWERTZ

Die NWZ – Ein Blatt für Doofe?

Die Zerstückelung der redaktionellen Beiträge unserer Nordwest-Zeitung in Infotainment-Kästchen mit auf geriatrisches Kaumaß zerkleinerten Zureichportionen, XXL-Bildern und Convenience-Lesehäppchen, die sich in geistige Bedürftigkeitsmäntel hüllen, schreitet munter voran.Wurden bisher schon zusammenhängende Themen aufgesplittet und als Einzelbeiträge dargereicht (wie der Brei für Zahnlose), vielleicht, damit der oldenburgische Deppleser nicht von Zeilenumfängen jenseits der Einstelligkeit abgeschreckt wird, vielleicht … Weiterlesen Die NWZ – Ein Blatt für Doofe?

Sonne der Menschheit

Sonne der Menschheit

Kim-Jong-un, das ›Genie der Genies‹, auch die ›Sonne der Menschheit‹, verdankt seine Titel wohl kaum der Leuchtkraft seiner 150 kg schweren Kolossalausdehnung. Beide Zuweisungen könnten in ihrer Blümeligkeit aus einem Poesiealbum stammen. Traditionell schmückt sich die Kim-Dynastie eh mit Beinamen, die in ihren Farbenpracht uns Westler grau und grämlich aussehen lassen:            Vater des Volkes … Weiterlesen Sonne der Menschheit

Die Dangast-Verschwörung

Mit der Q-Anon-Theorie brauchen wir uns im Friesischen nicht zu beschäftigen. Diese Theorie besagt, dass geheime Eliten die Regierungen unterwandern. Sie halten in Folterkellern Kinder gefangen und saugen deren Blut, denn das soll ewige Jugendlichkeit verleihen. Wozu aber braucht der Friese Kinderblut, wenn er den gleichen Effekt mit dem Saugen von Ostfriesentee, Jever Pils und … Weiterlesen Die Dangast-Verschwörung

Wie sich die NWZ naddelig macht

Na, da ist der NWZ in Gestalt ihrer Regionalausgabe ‚Der Gemeinnützige‘ ein journalistisches Fresserchen zwischen die Beißer gefallen, und sie macht sich darüber gleich richtig nass, besser gesagt naddelig im Wortsinn, denn die Redaktion des Friesenblattes hat – investigativ schwer angereizt – ‚Naddel‘ aufgespürt. Naddel alias Nadja Abd el Farrag (oder umgedreht) logiert nunmehr in … Weiterlesen Wie sich die NWZ naddelig macht

Bello und das NWZettle

Wie Oldenburger Zeitungsmacher die Leser verschaukeln Wenn der Redakteur Alexander Will in der NWZ, dem Monopolblättle im Hiesigen, sein Kommentartütchen öffnet und seinen noch feuchten Wind herausdrückt, mit dem er die Leser rechts-schaffend und alles Moderate abgeifernd einsudelt, dann hat's bei uns zuhause ein verständiges Nicken und Prusten und die familieninterne stillschweigende Übereinkunft: "Aha, Bello, … Weiterlesen Bello und das NWZettle

Skulpturenpfad Varel & umzu

Varel, die Stadt skulpturaler Empfindsamkeiten, so hätte man das Vielerei an finsterlichen Figuren, Steinmetzarbeiten, Rost-Irritationen, Stahlröhrenmonumenten und klobigen Gesteinsartefakten besingen können, Objekte, die das Auge des Betrachters nicht nur gebrochen sondern gefedert und gerädert hätten, wären da nicht in jeder dieser mit Schweiß und Wucht gewerkelten Gestaltungen künstlerische Unzumutbarkeiten, ja Freveltümer ausgetreten, Zeugnisse artifizieller Irrwege. … Weiterlesen Skulpturenpfad Varel & umzu

Kunstmangel aufgedeckt (15)

In Varel und umzu Fall 15: Das Seepferd   Warum? Warum erhebt sich in Dangast dieser Hungerhaken aus Rost (!!!), dieses dahinrottende Seepferd-Skelett mit nichts als Gesteinsbrocken im Bauch? Fragte sich Varels Kunstschutzbeauftragter, als er von zwei Pflegern vorsichtig zu der Skulptur geleitet wurde. "Ein Jammergerippe", entfuhr es ihm, "eine fröstelnde Zerrfigur, ein Anti-Botero als … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (15)

Zu Friedrichsfeld und Jade Race

Zur Erinnerung, Herr Olaf Lies, auch wenn Sie es noch nicht gemerkt haben sollten oder über Ihre Obsession für den Autobahnbau A 20 vergessen haben oder es einfach nicht wahrhaben wollen: Sie tragen den Titel Umweltminister. Hallo, Herr Lies: Umwelt! Das bedeutet, sich für den Erhalt und die Pflege der Umwelt einzusetzen. Kommt Ihnen komisch … Weiterlesen Zu Friedrichsfeld und Jade Race

Gegebenenfalls

Das Verkehrschaos Dangast und seine Lösung Das Märchen geht so: Es war einmal vor vielen vielen Jahren, als der damalige Dangastische Großfürst, Dröhnbüdel & 5-Sterne-Populist Karl-Heinz Funke nach quälenden Beratungen einen Schlussstrich zog. Sein Fazit bröckelte wie ein ausgetrockneter Wattwurm von seinen Lippen: "Ich weiß es auch nicht." Vielleicht formulierte er es auch anders, mit … Weiterlesen Gegebenenfalls

Das 4-Mio.-Dingsbumms

Das "Sportstättenentwicklungskonzept" Varel Wie aus einem Sack Fakten kein Konzept entsteht Wer das mit 4 Mio. Euro bezuschusste Sportstättenentwicklungskonzept (SSEK) der Stadt Varel einsehen möchte, kann es aus dem Internet laden. http://www.varel.de     dort „Sportstätten“ in die Suchmaske eingeben In dem 182-Seiten-Konvolut wird zunächst der Bestand der Vareler Sportangebote herausgepellt. Das ist praktisch, denn wir erfahren, … Weiterlesen Das 4-Mio.-Dingsbumms

Fräulein Siemtje packt es

Zum Thema Kunstrasen und Mikroplastik Mit einem in Berlin ertrotzten Sportstätten-Zuschuss von vier Millionen Euro hat die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller die Vareler Polit- und Sportkreise in gesundheitlich bedenkliche Euphoriezustände versetzt. Unser Fräulein Siemtje von Varel, ein sich anbahnendes modernes Pendant zum Fräulein Maria von Jever, hatte alle Hürden überwunden, die politische Meinungsbildung im Laufschritt überholt, … Weiterlesen Fräulein Siemtje packt es

Tschapke in der NWZone

  Zur Krawalltruppe (siehe Bello...) im Oldenburger NWZ-Hauptquartier gesellt sich gern auch der Kulturedakteur und -leiter Reinhard Tschapke, dem, wenn ihm der Hintern juckt, vorne der Schaum aus den Beißerchen quillt mit gleichem Quantum wie bei seinem Kollegen Alexander Will, dem »Bello« vom Dienst (siehe Bello…). Da wird dann gepoltert und ironisch gesüffelt und jedes … Weiterlesen Tschapke in der NWZone

Kunstmangel aufgedeckt (14)

In Varel und Umzu Fall 14: Der Grenzzaun Der zusammengebrochene Lattenzaun vor den Toren Neuenburgs (Friesische Wehde) blieb lange Zeit den Argusaugen der Kunstpolizei verborgen, da niemand auf die Idee kam, hinter dem Gerümpel könne ein Kunstwerk stecken. Eines Tages verriet ein Anonymus dem Kunstschutzbeauftragten, dass ein nicht genannt werden wollender Künstler im Suff die … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (14)

Kunstmangel aufgedeckt (13)

In Varel und umzu Fall 13: Die Textsäule "Plagt mich ein Déjà-vu, oder fehlen mir die Sinne?", rief der Kunstpolizist 'Der dicke Lehmann' (Schmähname), als er in Neuenburg eine Textsäule erblickte, die der Texttonne am Vareler Hafen (s. Fall 12) täuschend unähnlich sah, denn hier entpuppte sich die Tonne als Litfaßsäule, camoufliert und damit entartet … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (13)

Kunstmangel aufgedeckt (12)

In Varel und umzu Fall 12: Die Texttonne Kaum hatte das Kunstregulierungskommando (KRK) den Kunstpfusch 'Eisenmann' repariert, da jagte die Kunstpolizei es schon zur nächsten Baustelle. Zusätzlich zum Eisenmann nämlich, links neben der Tür zum alten Zollamt, verunstaltete eine rostende Tonne (Rost !!!!!!) das maritime Ambiente des Vareler Hafens. Der vorgeblich künstlerisch wertvolle Text auf … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (12)

Kunstmangel aufgedeckt (11)

In Varel und umzu Fall 11: Der Eisenmann Als befremdlich empfand die Kunstpolizei die inkorrekte Gestaltung der Skulptur 'Der Exhibitionist' am Vareler Hafen. Das Geschlechtsteil des Eisenmannes war den Blicken errötender Fräuleins ausgeliefert, ein Affront gegen Hochmoral & Kunstanspruch. Eine ähnliche Sittenverwahrlosung konnte schon bei dem sog. Kunstwerk 'Der Penis' in Dangast beobachtet werden. (s. … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (11)

Kunstmangel aufgedeckt (10)

In Varel und umzu Fall 10: Der Schrottfisch Als Varels Kunstschutzbeauftragter am Vareler Hafen die Augen hob, um einen ausgestellten Altkran zu inspizieren, traf ihn der Pfahl des Grauens: ein Kunstfrevel in Form eines Schrottfisches, gefüllt mit Plastikabfall, aufgebockt auf einem rohen Eisenträger. "Welch fehlgeleitete Ästhetik", rief der Beauftragte ein ums andere Mal. Allein der … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (10)

In Waren und um Waren

Der Stadtname Waren lädt zu Wortspielen ein, denen der gemeine Tourist nicht zugeneigt ist. Er erwartet vielmehr einen Ort, der ihn nicht mit sprachlicher Übertölpelung quält oder seinen auf Urlaub zurückgeschalteten Geist aus der Vermottung zerrt. Nein, Waren enttäuscht nicht! Wer Waren betritt, taucht in eine Welt der Ferienwohnungen, Hotels und Restaurants ein. Sogar der … Weiterlesen In Waren und um Waren

Im Zentrum von Neubrandenburg

Im Zentrum von Neubrandenburg laden herumliegende Steinquader zu irgendetwas ein: Hingucken, Draufsetzen, Vorbeigehen, Ignorieren, Dagegenstoßen, Rüberspringen, Vergessen, Eimer draufstellen – was einem eben so einfällt. Das Quaderische setzt sich in den umliegenden Gebäuden fort, eine Quaderei, die das Wesen des Neubrandenburgischen wie die Pickel den pubertierenden Nachwachsenden trefflich kennzeichnet. Gern wird die Stadt von den … Weiterlesen Im Zentrum von Neubrandenburg

Kunstmangel aufgedeckt (9)

In Varel & umzu Fall 9: Der Friesendom Was soll das? Ein Dom sieht anders aus. Ein Dom hat eine Kuppel. Oder Türme. Ein Dom ist eine Kirche. Soll hier in Dangast mit der Skulptur "Friesendom" den Besuchern etwas typisch Friesisches vorgegaukelt werden? So, als sei der Friese zu einfältig, um einen richtigen Dom zu … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (9)

Kunstmangel aufgedeckt (8)

In Varel & umzu Fall 8: Sissi alias Jade "Dies soll die friesische Kaiserin Sissi darstellen?", wunderte sich Varels Kunstschutzbeauftragter beim Anblick der Skulptur, die sich unter dem Decknamen Jade versteckt, "welch köstliche Verwandlung!" Freilich, mit seiner triefenden Ironie machte er den künstlerischen Fettnapf nicht wieder wett. Bar jeder kaiserlichen Robe und grün bekleckert wie … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (8)

Kunstmangel aufgedeckt (7)

In Varel & umzu Fall 7: Der sechste Tag Am sechsten Schöpfungstag brachte Gott "lebendiges Getier, Vieh und Gewürm hervor". Und Gott sprach: "Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei." Als Varels Kunstschutzbeauftragter die Skulptur ›DER‧VI‧TAG‹ nahe Dangast entdeckte, platzte ihm schier die Hutkrempe vor Empörung. Weder Getier noch Gewürm noch Vieh, … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (7)

Kunstmangel aufgedeckt (6)

In Varel & umzu Fall 6: Der Kaiserthron Beim Anblick des künstlerischen Machwerkes "Kaiserthron Butjatha" war allen unwohl. Die Kunstpolizei (KP) vermisste einen Schuss Farbe, dem Kunstregulierungskommando (KRK) war das Material nicht kaiserlich genug, und Varels Kunstschutzbeauftrager (KSB) glaubte die Abwesenheit von auratischer Ausstrahlung zu bemerken. Irgendetwas grundsätzlich Künstlerisches schien dem Artefakt zu fehlen. Schließlich … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (6)

Kunstmangel aufgedeckt (5)

In Varel & umzu Fall 5: Der Penis Zwar fand die Kunstpolizei die Gestaltung der Skulptur "Penis" am Dangaster Strand halbwegs akzeptabel, da die realistische Nachbildung dem Betrachter keine Interpretationsqual abverlangt. Auf einem anderen Blatt steht die inhärente Botschaft des Artefaktes zum ungeschützten Geschlechtsverkehr. "Kunst darf nicht alles!", polterte denn auch Varels Kunstschutzbeauftragter, "wollen wir … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (5)

Kunstmangel aufgedeckt (4)

In Varel & umzu Fall 4: Die Welle Vandalismus, Schabernack, Schändung: Immer wieder ist die Schrottansammlung "Die Badenden in der Welle" Ziel kunstverachtender Bolde, die die figurativen Kleinodien des Schrottberges mit Handtüchern, Badekappen, Deutschlandfahnen, Zipfelmützen, Bikinis und dergleichen 'verschönern', was zur Folge hat, dass Varel als Banausenhochburg weltweit verlacht wird. Hier hilft nur eine Radikalabwehr … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (4)

Kunstmangel aufgedeckt (3)

In Varel & umzu Fall 3: Der Bürgermeister So geht das nicht! Die Statue vor dem Vareler Rathaus lässt jeden Wiedererkennungswert vermissen. Nur Alteingesessene ahnen, dass hier einem bedeutenden Vareler Bürgermeister ein ehrendes Denkmal gesetzt werden sollte. Stattdessen ein Zerrbild, welches das einst so üppige Erscheinungsbild des Stadtvaters zur "Karikatur seiner selbst degradiert" (Expertise der … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (3)

Kunstmangel aufgedeckt (2)

In Varel & umzu Fall 2: Lothar Meyer Da hat den Installateur die Muse verlassen! Bei der Gestaltung der drei Knatterbärte Meyer-Mendelejew-Channizaro geriet ihm das Szenario zum grausigen Epitaph auf mittelalterliche Justizpraktiken, bei denen die Delinquenten öffentlich gepfählt wurden (hier deren abgeschlagene Köpfe). Ein Missgriff, erklärlich nur durch einen Mangel an der Durchdringung des chemikalischen … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (2)

Kunstmangel aufgedeckt (1)

In Varel & umzu Fall 1: Der Schneemann Eine schwere künstlerische Entgleisung entdeckten Fahnder der Kunstpolizei am Vareler Hafen. Der als Eismann getarnte Schneemann ist nicht nur aus dem falschen Material gefertigt. Der Bildhauer hatte auch noch – offenbar vor Scham und Schauder – kurz vor der Vollendung das Weite gesucht. Erst die Nachbesserung durch … Weiterlesen Kunstmangel aufgedeckt (1)

Land contra Stadt – 10

Als Prototyp des Großstädters spielt der Berliner die Idealbesetzung. Wie bewährt er sich gegen seinen Antagonisten, den Landbewohner? Hinterlassenschaften  Wenn der Berliner seine Wohnung verlässt, tritt er als erstes in einen Scheißhaufen. Es ist nicht die Hinterlassenschaft seines Nachbarn oder eines Berliner Urgesteins, obwohl diese Vorstellung sich aufdrängt, wenn man auf einen großstädtischen Scheißhaufen stößt. … Weiterlesen Land contra Stadt – 10

Land contra Stadt – 9

Kann der Großstädter mit der Lebenskraft eines Matschländers mithalten? Der Berliner als Standesvertreter soll es nachweisen. Denkmal  Hunderte, wenn nicht tausende Denkmäler und Gedenkstätten überziehen das Berliner Einzugsgebiet der Stänkerer, Miesepeter & Nörgler, die noch zu jedem Anlass sich nicht entblöden, ihre Schnodderschnauze aufzusperren, um humorfreie Kommentare abzuseiern, weil sie einfach nicht wahrhaben wollen, dass … Weiterlesen Land contra Stadt – 9

Land contra Stadt – 8

Kaum vergleichbar: Landleben gegenüber der Erbärmlichkeit großstädtischer Getriebenheit. Und wieder muss der Berliner als Maß urbaner Entwesung herhalten. Sport  Genaugenommen braucht der Matschländer keinen Sport. Er trainiert sowieso täglich seinen Körper mit Tätigkeiten, die seinem Daseinszustand Sinn, Grandezza & Offenbarung stiften als da sind: Kühe, Ziegen und Touristen durch die Gegend treiben, die Axt zum … Weiterlesen Land contra Stadt – 8

Land contra Stadt – 7

Land- gegen Großstadt. Ein ungleicher Vergleich. Der Berliner als Referenztyp für großstädtische Entwürdigung. Handwerkliches  Der Friese in seiner Eigenschaft als Matschlandbewohner ist bereits mit Werkzeugen aus dem Mutterleib gekrabbelt, der eine mit einem Kreuzschlitz-Schraubendreher, der andere mit einer Rohrzange, der nächste mit einem Schneidbrenner und so weiter. Denn die täglichen Ausfälle von Gerätschaften und Apparaten … Weiterlesen Land contra Stadt – 7

Land contra Stadt – 6

Land- oder Stadtleben? Wer gewinnt? Und wieder dient der Berliner als Prototyp des Großstädters. Musik  Aus den (geduckten) Fischerhütten schallt es, aus Gemeindehäusern ebenso wie aus dem Saal des Landgasthofes: folklorisches Lied- und Liebesgut ("Dat du min Leevsten büst"), aber auch Heimatlieder in modernen Arrangements mit Begleitung von Schifferklavier und Guitarre sowie Schlager aus vielstimmigen … Weiterlesen Land contra Stadt – 6

Land contra Stadt – 5

Land- oder lieber Stadtleben? Der Contest bringt es an den Tag. Wie gehabt dient der Berliner als Prototyp des Großstädters. Luft  Die Berliner Landeshymne "Das ist die Berliner Luft" gilt textlich außerhalb Berlins als Selbsttäuschung der in der Millionenstadt hausenden Nörgler, welche sich mangels Masse in eine lufthaltige Umgebung imaginieren. Nachweislich ist das, was die … Weiterlesen Land contra Stadt – 5

Land contra Stadt – 4

Fortsetzung der Vergleichsstudie zwischen Land- und Stadtleben. Der Berliner dient wie gehabt als Prototyp des Großstädters. Tiere  Die vielfältige Tierpopulation im friesischen Matschland gilt weltweit als einzigartig. Im Watt lauert der Wurm, und auf der Weide grübelt die Kuh. Als sei das nicht genug, huscht eine Rotte Stallfliegen auf den Rhabarberkuchen. Wird der Buchstabe M … Weiterlesen Land contra Stadt – 4

Land contra Stadt – 3

Weiter gehts mit dem Bewertungsportal zum Thema Landleben contra Großstadtleben, wobei Berlin als Stellvertreter für alle Großstädte herhalten muss. Der Gummistiefel  Dass der Gummistiefel als Symbol für Überlebenswille steht, für feine Geruchsexhalation und lebenskluge Nutzung bis in den Sarg hinein, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Doch das fußhändische Friesenjuwel dient auch als Ersatz für die aparten … Weiterlesen Land contra Stadt – 3

Land contra Stadt – 2

Fortsetzung meines Qualitätsvergleichs zwischen dem Leben im friesischen Matschparadies und dem im Berliner Bauruinengemurxe, wobei ich Berlin allgemein für das Großstadtleben setze. Tee  Einen heißen friesischen Tee mit Kluntje und einem Wölkchen Sahne zu schlürfen heißt, die Pforten des Himmelreichs zu öffnen und einzutauchen in Wonnebäder, Lebensglanz, Liebesschauer, blühende Landschaften und dauerbrennende Orgasmen, die 72 … Weiterlesen Land contra Stadt – 2

Land contra Stadt – 1

Meine mir selbst gestellte Aufgabe: Dem norddeutschen Matsch- und Nebelland gute Seiten abgewinnen. Zum Vergleich ziehe ich die ärmliche Lage des Berliners heran, stellvertretend für alle Großstadtmiseren. Nebel  Gern irrt der Friese im Nebel herum. Weil es mehr Spaß macht, als sich einen rostigen Nagel durch das Trommelfell zu jagen. Durch den Nebel kannst du … Weiterlesen Land contra Stadt – 1

Silberbart-Silberling

Möglicherweise ist dem einen oder auch anderen bekannt, dass ich als Gitarrist in der – ja was für ein Stil war das da? - also in der Heavy-Metal-Deutschrock-Independent-Noiserock-Progressive-Band Silberbart tätig war, insbesondere im Jahr der Wende 1970 (Wende zu 1971) und nicht ganz selten im Kurhaus Dangast, Konzerte, die als legendär verschrien waren. Kann man … Weiterlesen Silberbart-Silberling

Über die Entblödung der NWZ

Nachdem Karsten Krogmann seine Serie über einen ominösen Dangaster Riss abgeschossen hat, entblödet sich die NWZ nicht, die parteiische Berichterstattung und Medientaktik zu dem Thema fortzusetzen. Denn es wurden bis heute (18.11.2017) ausschließlich Leserbriefe von Gegnern und Kritikern des Vorhabens abgedruckt. Die NWZ suggeriert damit, dass sie keine anderen Briefe erhalten hat. Und dass es … Weiterlesen Über die Entblödung der NWZ

Ein Riss geht durch die NWZ

Warum die Nordwest-Zeitung (NWZ) mit einem Riesenbohei ein eingetrocknetes und vor sich hinnickerndes Dangaster Problemthema wieder zum Leben erweckt, weiß wohl nur der Redakteur Karsten Krogmann. »Ein Riss geht durch Dangast«, schreit seine Topzeile, so, als sei das Badeörtchen auseinandergeplatzt und nunmehr zerspalten in zwei verfeindete Lager. Das war es noch nie in dem Maße … Weiterlesen Ein Riss geht durch die NWZ

Warnemünde – Zur falschen Zeit

Warnemünde hatte ich offenbar zur falschen Zeit besucht. Rentnerrotten auf der Promenade gingen ja noch, aber die AIDA verpassen? Denn die AIDAS (AIDEN?) steuern nur im Sommer Warnemünde an. Dort feuern sie, wie der Name verrät, ein Feuerwerk ab im Angesicht staunender Touristen mit ihren leuchtenden Kinderaugen. »Sieh nur, wie es leuchtet!«, rufen sie und … Weiterlesen Warnemünde – Zur falschen Zeit

Ein Nachmittag in Dangast

Eine Fotoexkursion Das ur-dangastische Folk am Jadebusen verweist mit schäumenden Lippen darauf, dass Dangast als Künstlerdorf einen internationalen Rang belegt, quasi ein Worpswede im friesischen Schafspelz (s. Ein Tag in Worpswede). Gleichzeitig putzen dieselben Insassen ihren Ort mit dem Prädikat ›Fischerdorf‹ auf. Offiziell trägt Dangast den Titel ›Nordseebad‹. Ja wat denn nu? Ich begebe mich … Weiterlesen Ein Nachmittag in Dangast

Ein Tag in Worpswede

Wer nach Worpswede fährt, erwartet ein Künstlerdorf mit allem, was dazu gehört: Ein Dorf und Künstler. Vor der Fahrt hatte ich einiges über das Künstlerdorf Worpswede gelesen, Stichworte: der Barkenhof, Heinrich Vogeler, die Künstlerkolonie, der R. M. Rilke, die Museen, Paula Modersohn-Becker, das Bild »Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhof« von Heinrich Vogeler, das … Weiterlesen Ein Tag in Worpswede

Zeteler Erinnerungskultur

Wenn der Suff zuschlägt, saufen zuerst die Gehirnzellen ab und japsen um Gnade. So könnte man die Folgen übermäßigen Alkoholkonsums beschreiben. Dass eine Eintrübung der grauen Zellen auch ohne Zufuhr von Korn & Bier, dem traditionellen nordischen »Gedeck« nicht unmöglich scheint, führen uns dieser Tage die Ratsherren aus Zetel in der friesischen Wehde vor Augen. … Weiterlesen Zeteler Erinnerungskultur

Tage in Eckernförde

Urlaub. Ostsee. Diesmal Eckernförde. 1. Tag Auspacken. Checken. Sind die Eckernförder anders? Wir betrachten die Exemplare rund um die Marina. Kein Unterschied zu den Touristen. Ach so, das sind alles Touristen. Frage: Wo haust die indigene Bevölkerung? Gibt sie sich zu erkennen? Schnitzt sie an Totempfählen? 2. Tag Cappuccino auf einem Sonnendeck. Zwei vollfette Vetteln … Weiterlesen Tage in Eckernförde

Wutradler in Varel

In Varel tobt der Krieg. Radfahrer gegen die Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung gegen das Unausweichliche. Alle aber vereint im Geiste gegen einen Herrn namens Michael Heydenbluth, der den Vareler Radfahrverkehr aufmischt, vor den Gerichten klagt, weil, die Radwege hier erfüllen nicht die gesetzlichen Vorschriften an Breite & Güte, also darf keine Radwegebenutzungspflicht hin, das haben ihm … Weiterlesen Wutradler in Varel